27 März 2007

Reframing Paul by Mark Strom

In den letzten Wochen haben wir uns einige Vorträge des Rektor des Bible Colleges angehört und sind sehr von Marks Gabe beeindruckt, dass er es versteht die philosophischen Einflüsse, die die christliche Tradition stark geprägt haben zu indentifizieren und ihnen biblische Wahrheiten entgegen zu stellen. Daher werde ich mir als nächstes mal eines seiner Bücher zu Gemüte führen, ich finde, dass es sich recht viel versprechend anhört:

The Greco-Roman world was shaped by ideals and abstract ideas. The Apostle Paul left them behind. But they continue to shape evangelical teaching and practice.This picture contradicts the common impression of Paul as an abstract theologian, someone who wrestled with deep theological doctrine while hovering six feet above everyday reality. But in fact, it was the philosopher's of Paul's day--and even some of Paul's Christian opponents--who traded heavily in abstractions, one-way rhetoric and top-down hierarchies while depreciating the currency of common experience. By contrast, Paul the tentmaker was a conversationalist of God's good news, a storyteller of Jesus Christ, an apostle who walked the avenues and back alleys of everyday reality. His passion was for communities of grace and conversation where the new reality of Christ was explored and embodied within the daily messiness of life.Reframing Paul unveils this Paul in his original context and invites us to engage him on new terms. Courageously author Mark Strom draws Paul into vital conversation with contemporary evangelicalism. His book is for those who wonder why people leave churches for alternative spiritual paths--and who may even be tempted to do so themselves. More than anything, his book is for those who wonder what's gone wrong and who want to learn how the church can be an attractive community of transforming grace and conversation.

Die Welt ist ein Dorf / Yuri Mori Konzert


Wir waren in Auckland/Downtown bei einem Gospel Konzert einer japanischen Sängerin (Yuri Mori). Der Konzertsaal war schon recht groß und gut besucht. Direkt neben uns saß eine Familie und nach ein paar Minuten haben wie gecheckt, dass es auch deutsche sind. Als wir erzählten wo wir unrsprünglich herkommen waren beide etwas verdutzt und meinten, dass sie sich in Schönaich (in der Filmklause, hahaha) kennen gelernt haben. Gott hat Humor :)
Das Konzert war schon suuuper kitschig und es hat nur noch gefehlt, dass Bambi über die Bühne hüpft und es Blumen regnet. Aber trotz allem war die Botschaft der Lieder sehr cool (es ging um die Liebe Gottes) und viele der Zuhörer waren sehr bewegt, u.a. auch ein polnischer Gangster, dem eine "Sicherheitsfirma" gehört und der bei allen drei Konzerten dabei war und jedes mal Tränen in den Augen hatte. Hoffentlich macht er den Schritt und lernt Gottes Liebe in und durch Jesus aus erster Hand kennen.

19 März 2007

Mission ist böse, böse, böse und andere Mythen

Hier ein Link zu einem Artikel des Anthropologen Lothar Käser, der sich mit diesem Thema befasst und der äußerst lesenswert ist. In unserern Breitengraden hat der Begriff Mission doch meist einen sehr negativen Beigeschmack und ist von vielen Vorurteilen belastet, daher lohnt es sich durchaus mal etwas sinnvolles darüber zu lesen.




Hier ein Bild von JP's Rakete:


Ein echtes Geschenk Gottes, da es nur 180NZ$ gekostet hat, Schnäppchen!!!!

Ich hab die letzen Wochen immer mal wieder bei trademe (Kiwi ebay verschnitt) nach einem Surfbrett gesucht und nichts gescheites gefunden und am Samstag bin ich im einem Surfshop fündig geworden. Sonntag schon mal etwas gepaddelt, jetzt fehlen nur noch der richtige Swell... .

09 März 2007

Manchmal muß es halt was deutsches sein...


... zumindest genießen wir das mal ganz gern, bei dem ganzen "fremden" hier!!!

Gemeinde als "Communitas"

Wir haben am Sonntag eine Gemeinde in West Auckland besucht und es ist schon erschreckend, wie unwohl wir uns dort gefühlt haben. Große Versammlung, recht normaler evangelikaler Gottesdienst, alles sehr anonym, ... .
Es geht jetzt nicht darum diese Gemeinde (Gemeindeform) schlecht zu machen - der Heilige Geist ist dort am wirken und Menschen werden herausgefordert ihren Glauben authentisch zu leben, daher Hallelujah - aber ich will nur kurz einen Punkte nennen, der uns an diesem Morgen wieder ganz wichtig geworden ist.
Wenn wir an Gemeinde denken, dann geht es um eine kleine Gruppe von Leuten(aus den unterschiedlichsten Backgrounds), mit denen man eine tiefe Beziehungen hat, da man gemeinsam auf dem Weg ist Jesus nachzufolgen und versucht Jesus Liebe praktisch im Alltag weiter zu geben. Diese tiefe Beziehung untereinander entsteht gerade dadurch, dass man sich durch die praktische Nachfolge in einem Zustand der Liminalität (siehe unten) befindet. Man nicht sein Christsein auf den Gottesdienst, oder andere Veranstaltungen beschränkt. Sich "Lobpreis" auf das ganze Leben bezieht und nicht auf komische christliche Pop-Songs. Aus einem Netzwerk dieser kleinen Gruppe, die sich gegenseitig ergänzen kommen dann Impulse, die für das Netzwerk und die Gesellschaft positive Auswirkungen haben.
Michael Frost geht in seinem empfehlenswerten Buch "Exiles" im fünften Kapitel genau auf dieses Thema ein. Dabei gebraucht er den Begriff "Communitas", welcher vom Anthropologen Victor Turner eingeführt und definiert wurde.
Turner (in The Ritual Prozess: Structure and Anti-structure) der den Begriff "Communitas" geprägt hat gebraucht ihn um ein sehr starkes Gemeinschaftsgefühl zu beschreiben, dass von großer Nähe, Gleichheit, Offenheit und Verbundenheit bestimmt ist, welches bei afrikanischen Initiations-Riten unter denen entsteht, die gemeinsam diese besondere Zeit der Initiation durchleben. Ein besonderes Merkmal um diese "Communitas" zu erleben ist der gemeinsame Zustand der Liminalität (Übergangsphase zwischen Ritualen, in welcher die Betreffende keinen sozialen Status besitzen und von der Stammesgemeinschaft ausgeschlossen sind - eine Gemeinschaft außerhalb der sozialen Strukturen), derer die den Prozess der Initiation gemeinsam durchleben.
Wir sind absolute "Communitas" Fans und wenn wir daran denken, wo wir in unserem "geistlichen Wachstum" am meisten gewachsen sind, dann war es meist im Zusammenhang mit einer Gemeinschaft, die man als eine "Communitas" bezeichnen könnte.

Was denkst du darüber? Hast du schon ähnliche Erfahrungen gemacht?